Basilika Santa Eulalia
Basilika Santa Eulalia von Mérida, eine Kirche über einer Märtyrer-Fundstelle, heute nach den 1990 begonnenen Ausgrabungen als Krypta zu besichtigen. Teil des archäologischen Ensembles von Mérida, Welterbe (UNESCO, 1993); Nationaldenkmal (1912).
- Art
- Kirche/Kapelle
- Erhaltung
- Aufgehend erhalten
- Schutzstatus
- Denkmalgeschützt · RI-51-0000123
- Unterschutzstellung
- 13/12/1912
- Koordinaten
- 38.92065, -6.34216
- Fotografien
- 13
Was es ist und was davon übrig ist
Der Untergrund dokumentiert vier Phasen: 1) römische Häuser (domus) zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert n. Chr.; 2) im 4. Jahrhundert ein christliches Gräberfeld mit einem Hügel oder Mausoleum zum Gedenken an die Märtyrerin Eulalia (spätrömisches martyrium); 3) darüber im 5. Jahrhundert eine große frühchristlich-westgotische Basilika, deren obere Front erhalten ist und die heutige Apsis abschließt; 4) die heute sichtbare Kirche, romanisch/spätromanisch, um 1230 auf dem älteren Grundriss neu gebaut.
In der Krypta erkennt man Mauern der römischen Häuser, Gräber des Friedhofs, Reste des Märtyrermausoleums und westgotische Elemente, mit einem Informationszentrum. Das «Hornito de Santa Eulalia», die Kapelle im Atrium, verwendet Material eines römischen Marstempels wieder. Gut erhalten und museal präsentiert. (Ob die erste Basilika westgotisch oder frühchristlich des 5. Jahrhunderts ist, variiert je nach Quelle.)
Was jede Epoche hier hinterlassen hat
Zu lesen von oben nach unten: jedes Band ist eine Epoche, die an dieser Stelle gebaut hat, von der jüngsten bis zur tiefsten.
0 Fakten
0 fotografien
Frühe Neuzeit
An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 8 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.
Ganze Schicht ansehen →1 Fakten
0 fotografien
Christliches Mittelalter
An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 8 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.
Ganze Schicht ansehen →Der Untergrund kam durch Zufall zutage: Instandsetzungsarbeiten an der Kirche machten 1990 eine Ausgrabung darunter nötig, und es erschienen römische Häuser, ein christliches Gräberfeld des 4. Jahrhunderts, das Mausoleum der Märtyrerin, die Basilika des 5. Jahrhunderts und die heutige Kirche, ab 1230 errichtet. Achtzehnhundert Jahre übereinander.
Consorcio Ciudad Monumental de Mérida0 Fakten
0 fotografien
Spätantike / westgotisch
An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 7 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.
Ganze Schicht ansehen →0 Fakten
0 fotografien
Römisch
An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 57 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.
Ganze Schicht ansehen →Unter der tiefsten Schicht jeder Fundstelle liegt der Boden selbst: was noch nicht ergraben ist, oder was nichts Gebautes hinterlassen hat. Der Katalog behauptet nur, was belegt ist.
Was man über diese Fundstelle erzählt
Das «hornito» an der Front ist aus den Steinen eines römischen Tempels gebaut: an seinem Portikus liest man noch «Marti sacrum Vetilla Paculi», die von Vetilla, der Frau des Paculus, bezahlte Weihung an Mars, wiederverwendet für eine barocke Kapelle zu Ehren einer christlichen Märtyrerin.
Ruta de la Plata — Templo de Marte y cripta de Santa EulaliaDie Kapelle heißt «hornito» — Öfchen —, weil die Überlieferung dort den Ofen ansiedelt, in dem Eulalia getötet wurde.
Ruta de la Plata — Templo de Marte y cripta de Santa EulaliaMehrere der bei jener Ausgrabung erschienenen Krypten bewahren Wandmalereien in sehr gutem Zustand.
Consorcio Ciudad Monumental de MéridaFotografien
Einen Spaziergang entfernt
Luftlinie, aus den Koordinaten der einzelnen Fundstellen berechnet.
Woher dieser Eintrag stammt
- Cripta de la Basílica de Santa Eulalia — Consorcio de Mérida consorciomerida.org