Steinbruch Proserpina 1
Granitsteinbruch römischer Zeit in der Nähe des Stausees Proserpina, etwa 6 km nördlich von Mérida (Augusta Emerita). Er ist eine der im Umland der alten römischen Kolonie identifizierten Abbaustellen, die den Stein für ihre großen Bauten lieferten.
- Art
- Bergwerk/Steinbruch
- Erhaltung
- —
- Schutzstatus
- Inventarisiert · Nivel B
- Koordinaten
- 38.97089, -6.36785
- Fotografien
- 0
Was es ist und was davon übrig ist
Der hier gebrochene Granit, ein «hellgrauer Zweiglimmergranit» mit Megakristallen von Kalifeldspat, wurde in den öffentlichen Bauten von Augusta Emerita verwendet. Die von Antonio Pizzo (CSIC-IAM) geleiteten archäologischen und archäometrischen Untersuchungen haben rund um den Stausee Proserpina mehrere Steinbrüche identifiziert: an den Abbauwänden sind Schlitze zum Einsetzen von Keilen erhalten sowie Steinmetzzeichen, die denen an der römischen Guadiana-Brücke ähneln.
Das Abbaugebiet umfasst etwa 40 km² nördlich der Stadt und war während der Gründungszeit der Kolonie aktiv (1. Jh. v. Chr. – 1. Jh. n. Chr.). Die Brüche bei Proserpina, etwa Finca Los Baldíos (rund 1,5 km westlich) und Finca Cuarto de la Charca, wurden durch Lichtmikroskopie und Röntgenfluoreszenz mit den Bauphasen des römischen Theaters und Amphitheaters verknüpft, seit 1993 UNESCO-Welterbe.
Was jede Epoche hier hinterlassen hat
Zu lesen von oben nach unten: jedes Band ist eine Epoche, die an dieser Stelle gebaut hat, von der jüngsten bis zur tiefsten.
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Römisch
An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 57 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.
Ganze Schicht ansehen →Unter der tiefsten Schicht jeder Fundstelle liegt der Boden selbst: was noch nicht ergraben ist, oder was nichts Gebautes hinterlassen hat. Der Katalog behauptet nur, was belegt ist.
Einen Spaziergang entfernt
Luftlinie, aus den Koordinaten der einzelnen Fundstellen berechnet.