Dolmen von Prado de Lácara
Der Dolmen von Prado de Lácara ist ein megalithisches Ganggrab in der Gemeinde La Nava de Santiago (Badajoz), etwa 25 km nordwestlich von Mérida. Es ist das größte in Extremadura dokumentierte Ganggrab und eines der monumentalsten der Iberischen Halbinsel.
- Art
- Dolmen
- Erhaltung
- Aufgehend erhalten
- Schutzstatus
- Denkmalgeschützt · RI-51-0000106
- Koordinaten
- 39.04983, -6.42089
- Fotografien
- 14
Was es ist und was davon übrig ist
Die Anlage hat drei Teile: einen äußeren Vorhof, eine Vorkammer und eine runde Grabkammer von etwa 5 Metern Durchmesser und 5,2 Metern Höhe, gebildet aus sieben Granitorthostaten. Der Zugangsgang übersteigt 20 Meter Länge und ist ost-westlich orientiert. Der Hügel, der das Ganze bedeckte, erreicht etwa 28-35 Meter Durchmesser und bewahrt heute 3,5 Meter Höhe.
Er wurde gegen Ende des 4. oder zu Beginn des 3. Jahrtausends v. Chr. gebaut (Endneolithikum), mit funeraler Wiederverwendung in der Kupfer- und der Bronzezeit. Die Ausgrabungen von Martín Almagro Basch 1957-1958 erbrachten vielfältige Beigaben: Pfeilspitzen, Messer und Beile aus Feuerstein, zwei Kupferköpfe, Halskettenperlen, eine Schieferidolplatte mit eingeritztem Dekor und reichlich roten Ocker für rituellen Gebrauch.
1931 zum Nationaldenkmal erklärt, wurde er geplündert und in römischer und mittelalterlicher Zeit als Wohnstatt und Steinbruch genutzt. 2011 wurde er von der Regionalregierung von Extremadura restauriert und für Besucher aufbereitet.
Was jede Epoche hier hinterlassen hat
Zu lesen von oben nach unten: jedes Band ist eine Epoche, die an dieser Stelle gebaut hat, von der jüngsten bis zur tiefsten.
0 Fakten
0 fotografien
Kupferzeit
An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 1 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.
Ganze Schicht ansehen →2 Fakten
1 fotografien
Jungsteinzeit
An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 1 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.
Ganze Schicht ansehen →Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts hat jemand die Deckplatte der Kammer mit Dynamit weggesprengt: der Dolmen diente als Steinbruch.
Dolmen del prado de Lácara — WikipediaDer Beweis der Plünderung ist in den Stein gehauen: die Platten, die den Gang bedecken, tragen noch die Keilspuren aus der Zeit, als der Dolmen als Steinbruch diente.
Algo más que huesos — El dolmen de Lácara
Unter der tiefsten Schicht jeder Fundstelle liegt der Boden selbst: was noch nicht ergraben ist, oder was nichts Gebautes hinterlassen hat. Der Katalog behauptet nur, was belegt ist.
Was man über diese Fundstelle erzählt
Bevor er Denkmal war, war er Haus und Gehege: jahrelang diente er als Wohnung und als Unterstand für Vieh, und er bewahrt Spuren römischer und mittelalterlicher Alltagsnutzung, mit Ziegeln und Keramik unter den Funden.
Dolmen del prado de Lácara — WikipediaZum Nationaldenkmal erklärt wurde er am 3. Juni 1931, wenige Wochen nach der Ausrufung der Zweiten Republik.
Dolmen del prado de Lácara — WikipediaAls Almagro Basch grub, war das Grab bereits beraubt: was geborgen wurde, sind die Reste früherer Plünderungen. Dennoch kamen Messer, Pfeilspitzen und Schieferplatten zutage.
Algo más que huesos — El dolmen de LácaraUnter den Beigaben ist eine Idolplatte aus dunkelgrauem Schiefer, auf einer Seite graviert, mit durchbohrten Augen und geometrischem Dekor, sowie ein Fragment eines Glockenbechers.
Algo más que huesos — El dolmen de LácaraDas Denkmal erregt seit dem 19. Jahrhundert Aufmerksamkeit: der erste, der es untersuchte, war Barrantes 1875, und Almagro Basch veröffentlichte seinen großen Aufsatz erst 1959.
Emerita Expeditiones — La dehesa del Prado de LácaraFotografien
Einen Spaziergang entfernt
Luftlinie, aus den Koordinaten der einzelnen Fundstellen berechnet.
Woher dieser Eintrag stammt
- Ficha en Vici.org vici.org
- Dolmen del prado de Lácara — Wikipedia en.wikipedia.org
- Dolmen de Lácara — Consorcio Ciudad Monumental de Mérida consorciomerida.org
- Dolmen de Lácara, Arte Megalítico — Turismo Extremadura turismoextremadura.com