Bestigium / Mérida
Villa · 1 schichten

Römische Villa von Araya

Römische Landvilla (villa rustica) wenige Kilometer westlich von Mérida, am rechten Ufer des Guadiana. Sie wurde Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts identifiziert, bleibt aber größtenteils unergraben. Datiert wird sie zwischen dem 3. und dem 4. Jahrhundert n. Chr.

Art
Villa
Erhaltung
Ruine
Schutzstatus
Inventarisiert · Nivel B-30
Koordinaten
38.93696, -6.39055
Fotografien
0
Die Fundstelle

Was es ist und was davon übrig ist

Von der Villa sind drei benachbarte Sektoren erhalten, die wahrscheinlich zu einer einzigen großen Anlage gehörten: eine halbrunde Mauer (möglicher Abschluss eines Raums mit Apsis), zwei benachbarte Räume aus Granitquadern und Bruchsteinmauerwerk mit einer Innenverkleidung aus opus signinum und der Ansatz einer großen Westmauer. Das Vorhandensein von opus signinum deutet auf eine Bade- oder Repräsentationsfunktion in der pars urbana.

Nordöstlich der Fundstelle ist die römische Talsperre von Araya erhalten, der ursprüngliche Damm zur Wasserversorgung der Villa, der weiter als Teichmauer dient. Nördlich der Anlage wurde bei den Arbeiten an der Straße Mérida-Montijo ein bedeutendes Gräberfeld mit über 125 Brandgräbern mit Beigaben und Libationsrohren entdeckt, datiert ins 3. Jahrhundert n. Chr., was die Deutung als großen Landwirtschafts- und Viehbetrieb stützt.

Die Villa lag am Zweig der Via Augusta, der Emerita mit Olisipo (Lissabon) verband. Die Fundstelle steht seit 2014 auf der Roten Liste des Kulturerbes von Hispania Nostra, wegen Vernachlässigung, fehlenden Rechtsschutzes und fortschreitenden Verfalls. (Lage annähernd.)

Das Profil

Was jede Epoche hier hinterlassen hat

Zu lesen von oben nach unten: jedes Band ist eine Epoche, die an dieser Stelle gebaut hat, von der jüngsten bis zur tiefsten.

25 v. Chr. – 5. Jh. Schicht 1
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Römisch

Römisch

An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 57 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.

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Profilsohle

Unter der tiefsten Schicht jeder Fundstelle liegt der Boden selbst: was noch nicht ergraben ist, oder was nichts Gebautes hinterlassen hat. Der Katalog behauptet nur, was belegt ist.

Literatur und Quellen

Woher dieser Eintrag stammt

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