Bestigium / Mérida
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Basilikahaus am römischen Theater

Großes römisches Haus, entdeckt bei den Ausgrabungen des römischen Theaters von Mérida, an die Westmauer des Portikus hinter der Bühne angebaut. José Ramón Mélida, sein Ausgräber, nannte es «Basilikahaus», weil einer seiner Räume in einer Apsis endete und er meinte, es könne ein römisch-christliches Haus sein; die späteren Analysen, vor allem von Alberto Balil, schlossen jede christliche Bedeutung der Struktur aus: es ist ein römisches Haus.

Art
Villa
Erhaltung
Ruine
Schutzstatus
Denkmalgeschützt · RI-53-0000148
Unterschutzstellung
08/02/1973
Koordinaten
38.91570, -6.33900
Fotografien
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Die Fundstelle

Was es ist und was davon übrig ist

Die Hauptfront lag nach Westen, an einer gepflasterten Nord-Süd-Straße. Von einem 5 m breiten Vestibül gelangte man in einen fast quadratischen Säulenhof, die Symmetrieachse des Hauses, mit einem kleinen Becken, dessen Abfluss in den großen Abwasserkanal des Theaters führte; die umlaufenden Gänge waren mit Mosaiken gepflastert. Im Westflügel gibt es drei als cubicula gedeutete Räume und einen weiteren, den Mélida als triclinium ansprach, ohne hinreichende Belege.

Am bemerkenswertesten sind zwei benachbarte Räume mit Apsisschluss im Ostsektor. Der größere, mit einer 3,62 m breiten Tür und drei Fenstern von 1,55 m in der Ostmauer, war mit Mosaik gepflastert und wird wegen seiner mittigen Lage zum Hof als oecus oder Empfangsraum gedeutet; er bewahrt eine reiche Malerei mit einem Sockel in Imitation von Marmorcrustae, roten Feldern, durch blaue Bänder getrennt, und in der Apsis vier auf Plinthen stehenden Menschenfiguren, datierbar in die erste Hälfte des 4. Jahrhunderts.

Zwei Phasen sind zu unterscheiden: die Mosaiken des Apsis-oecus sind aus dem 2. Jahrhundert, die der Ostseite und des Westkorridors aus dem 4.; in der zweiten Phase wurden Bauteile des Theaters selbst wiederverwendet. Nördlich kamen in den vierziger Jahren mögliche Thermen zutage. Der funktionale Bezug zum Theater bleibt unklar. Lage annähernd innerhalb des Theaterbezirks.

Das Profil

Was jede Epoche hier hinterlassen hat

Zu lesen von oben nach unten: jedes Band ist eine Epoche, die an dieser Stelle gebaut hat, von der jüngsten bis zur tiefsten.

25 v. Chr. – 5. Jh. Schicht 1
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Römisch

Römisch

An dieser Fundstelle steht Mauerwerk dieser Epoche. In Mérida gibt es 57 weitere Fundstellen aus derselben Schicht.

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Profilsohle

Unter der tiefsten Schicht jeder Fundstelle liegt der Boden selbst: was noch nicht ergraben ist, oder was nichts Gebautes hinterlassen hat. Der Katalog behauptet nur, was belegt ist.

Literatur und Quellen

Woher dieser Eintrag stammt

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